
Die Grunderwerbsteuer in Bremen: Wie hoch ist sie und welche Nebenkosten fallen beim Kauf an?
Der Traum von den eigenen vier Wänden in Bremen – ob eine schicke Etagenwohnung im Viertel oder ein Einfamilienhaus im grünen Oberneuland – ist für viele ein Lebensziel. Doch wer den Kaufpreis kalkuliert, darf die Rechnung nicht ohne die sogenannten Kaufnebenkosten machen. Diese „versteckten“ Kosten können in der Summe schnell den Gegenwert eines neuen Mittelklassewagens erreichen. Für eine solide Finanzierung ist es daher entscheidend, die Bremer Sätze genau zu kennen.
Der größte Posten: Die Grunderwerbsteuer in der Hansestadt
Die Grunderwerbsteuer ist eine Ländersteuer, weshalb die Sätze je nach Bundesland variieren. In Bremen (und Bremerhaven) liegt der Steuersatz aktuell bei 5,0 %. Wenn Sie also eine Immobilie für 400.000 € kaufen, fordert das Finanzamt Bremen unmittelbar nach der Beurkundung des Kaufvertrags eine Zahlung von 20.000 €. Erst wenn diese Steuer beglichen ist und das Finanzamt die sogenannte Unbedenklichkeitsbescheinigung ausstellt, kann die endgültige Eigentumsumschreibung im Grundbuch erfolgen.
Notar- und Grundbuchkosten: Der Weg zur Rechtssicherheit
In Deutschland ist ein Immobilienkauf ohne Notar nicht möglich. Die Gebühren für den Notar und das Grundbuchamt sind im Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) festgeschrieben. In der Regel sollten Sie hierfür ca. 1,5 % bis 2,0 % des Kaufpreises einplanen. Diese Kosten decken die Erstellung des Kaufvertrags, die Überwachung der Kaufpreiszahlung sowie die Eintragung der Auflassungsvormerkung und später des Eigentumswechsels ab.
Die Maklercourtage: Transparenz seit 2020
Seit Ende 2020 gilt beim Kauf von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen für Privatpersonen das Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten. In der Regel bedeutet dies für Sie in Bremen: Käufer und Verkäufer teilen sich die Provision zu gleichen Teilen (oft jeweils 3,57 % inkl. MwSt.). Es ist wichtig, diesen Punkt frühzeitig mit Ihrem Makler zu klären, damit er in der Gesamtkalkulation Ihrer Bank berücksichtigt werden kann.
Zusammenfassung der Gesamtkosten
Addiert man alle Faktoren, landen Käufer in Bremen bei einer durchschnittlichen Nebenkostenbelastung von etwa 10 % bis 12 % des Kaufpreises.
Beispielrechnung: Bei einem Kaufpreis von 500.000 € müssen Sie mit ca. 50.000 € bis 60.000 € an Nebenkosten rechnen.
Diese Summe sollte im Idealfall aus Eigenkapital gedeckt werden, da viele Banken nur den reinen Objektwert finanzieren. Wir von Mangora Immobilien beraten Sie umfassend zu allen Kostenstellen Ihres Immobilienprojekts in Bremen. Wir helfen Ihnen dabei, böse Überraschungen zu vermeiden, damit Ihr Einzug in das neue Zuhause von Anfang an unter einem guten Stern steht.







